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Ausgangslage / Aufgabenstellung |
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| Im Werk Regensburg der BMW AG werden täglich 860 Fahrzeuge der 3er-Reihe montiert und in einem Hochregallager zwischengepuffert. Bislang musste jeder Wagen vor der Einlagerung manuell identifiziert und mit Montageaufträgen versehen werden. Um das Anbringen dieser Zettel an lackierten Karossen im Hinblick auf Qualität und Wirtschaftlichkeit zu optimieren, strebte BMW eine automatische Lösung an. |  |
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Realisation / Lösung |
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 |  | Anbringen von Codezetteln | Vor diesem Hintergrund entstanden zwei Anlagen zur „Automatisierten Fahrzeugbezettelung“, in denen KUKA Roboter KR 125 feinfühlig Zettel auf lackierte und folglich empfindliche Automobilkarossen kleben. Zunächst ließ BMW, da der Markt keine entsprechende Anlage anbot, über KUKA eine Machbarkeitsstudie durchführen. Aufgrund der Ergebnisse gab es schließlich „grünes Licht“ für das Projekt. Die Anlage wurde ohne Unterbrechung in den Produktionsprozess integriert.
Der Ablauf beginnt, indem die Steuerung die Fahrzeugdaten der betreffenden Karosse über Scanner einliest. Dann wird ein DIN A3-Blatt gedruckt und von dem jeweiligen Roboter mit vier Klebestreifen auf die frisch lackierte Karosserieaußenhaut geklebt. In der ersten, vor dem HRL installierten Anlage bringt der KR 125 einen Zettel, der Angaben für die Lagerverwaltung enthält, auf der Haube an. In der zweiten Station, die der Auslagerung folgt, befestigt der andere Roboter ein Blatt mit Kundendaten, und zwar beim Touring-Modell an der Seite und bei der Limousine im Heckbereich.
Oberste Priorität hat ein sanftes Handling. Das stellt besondere Anforderung an den Greifer des Roboters, denn beim Aufkleben der Zettel dürfen weder Dellen noch Kratzer an der Außenhaut der Karosse entstehen. Der Greifer fasst das Blatt Papier mit Hilfe einer mit Unterdruck arbeitenden Saugeinrichtung und klebt es feinfühlig durch einen Mechanismus auf, der speziell zum Anrollen der Montageaufträge konzipiert wurde. Der Roboter ist schnell genug, um seine Aufgabe innerhalb des Zeitrahmens auszuführen, der sich aus der Taktzeit der Zelle abzüglich der peripheren Abläufe ergibt. |  |
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Systemkomponenten / Auftragsumfang |
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Pro Anlage:
- KUKA Roboter KR 125
- Greifer
- PC-basierende KUKA-Robotersteuerung einschließlich Control Panel mit Windows-Oberfläche
- Hochleistungs-Laserdrucker
- Papiertransporteinrichtung
- Klebeeinheit
- Roboterprogrammierung
- Inbetriebnahme
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Ergebnis/Erfolg |
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- Äußerst flexibel
Die sechsachsigen KR 125 sind äußerst flexibel, denn sie können, im Gegensatz zu Lineareinheiten, problemlos und schnell auf den häufigen Wechsel der Fahrzeugtypen reagieren.
- Minimierte Fehlerquote
Durch die eindeutige Identifizierung der Fahrzeuge und das automatische Aufkleben der Zettel minimierte BMW die Fehlerquote.
- Hohe Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeit der Konzeption zeigt sich schon an der kurzen Amortisationszeit. BMW geht bezüglich dieser Frage von zwei Jahren für die Gesamtinvestition aus.
- Sehr ausdauernd
Die KR 125 arbeiten an fünf Tagen pro Woche im Drei-Schicht-Betrieb und sonnabends weitere neun Stunden.
- Hohe Verfügbarkeit
Die Verfügbarkeit der Roboter ist mit nahe 100 Prozent sehr hoch; das gilt auch für die Gesamtverfügbarkeit der Zellen einschließlich der Peripherie, die jeweils bei 99 Prozent liegt.
- Einfache Bedienung
Für die Effizienz der Anlage ist eine einfache Bedienung wichtig. Damit der „Umgang“ mit der Steuerung wesentlich leichter fällt, versah KUKA das Control Panel der PC-basierenden Robotersteuerung mit einer Windows-Oberfläche und demnach mit einer vertrauten Mensch-Maschine-Schnittstelle. |  |
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  | Weitere Informationen |
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| Video |
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