Weiter im Trend – das Kleben von Automobilanbauteilen

Ausgangslage / Aufgabenstellung
Gefordert war eine komplette Automatisierung, die Klebebänder unmittelbar nach dem Spritzgießen auf die Seitenschutzleisten aufbringt. Vom Kunden war eine hochflexible Anlage gefordert, die in der Lage ist, zukünftige Face-Liftings der Fahrzeuge problemlos zu handeln. Ein Anforderungsprofil, das nur mit einem anpassungsfähigen und robusten Sechs-Achs-Roboter erfüllt werden kann.

Um inline fertigen zu können, war es nötig, die Zykluszeitvorgabe des Klebeprozesses mindestens 2 Sekunden unter der Taktzeit der Spritzgießmaschine zu realisieren. Pro Fahrzeug-Satz stehen damit maximal 60 Sekunden für den gesamten Klebeprozess zur Verfügung. Trotz der kurzen Zykluszeit waren Klebetoleranzen von +/- 1,5 mm einzuhalten, um  die optimale Verbindungsqualität beim Verkleben des Teils am  Fahrzeug zu gewährleisten.

Realisation / Lösung
Weiter im Trend – das Kleben von Automobilanbauteilen
Weiter im Trend – das Kleben von Automobilanbauteilen
Im Zentrum der Konzeption von Vulkan steht ein flexibler Sechs-Achs-Roboter. Rings um ihn herum wurden die Einlege- und Entnahmebaugruppen, wie auch die Klebebaugruppen platziert.

Durch den Einsatz des frei programmierbaren Gelenkarm-Roboters ist die Anlage derart flexibel, dass sie auf andere Produkte oder Face-Liftings problemlos umgerüstet werden kann. Ein wesentlicher wirtschaftlicher Vorteil für den Kunden, der durch diese Flexibilität, bei der Umrüstung auf ein Folgeprodukt nur noch ca. 1/3 der Kosten aufwenden muss. Eine Tatsache die sich in den Teilepreisen gegenüber den Endkunden niederschlägt oder den Ertrag erhöht.

Der Produktionsablauf der Anlage stellt sich wie folgt dar:
Am Beginn des Prozesses legt ein Bediener einen Satz Seitenschutzleisten in eine Vorfixiereinheit ein. Mit einem Vakuumgreifer übernimmt der Roboter nun den Satz der Seitenschutzleisten. Da der Aktionskreis des Sechs-Achs-Roboters über 360° beträgt, kann er die Leisten zum Bearbeiten an alle Arbeitsbaugruppen heranführen und mit einer Toleranz von +/- 0,5 mm konfektionieren. Nach der kompletten Konfektionierung des Produktes wird es abgelegt und ein neues aufgenommen.

Durch die Optimierung und die weiter verbesserte Abstimmung der Prozesse und Systeme konnte neben der Verfeinerung der Klebeprozesse die Zykluszeit auf 38 Sekunden verringert werden.

Systemkomponenten / Auftragsumfang
  • Sechs-Achs-Roboter KR 45
  • Übernahmefixierung
  • Klebekopf mit Abwickelstand für Längsklebebänder
  • Linearklebemodul für kurze Klebebandstreifen
  • Klebebandstanzeinheit für Formpads
  • Austrageband

Ergebnis/Erfolg
Die ursprünglich der Konzeption zugrundegelegten Zykluszeiten 
von 60 Sekunden konnte um über 20 Sekunden unterschritten werden. Gleichzeitig wurden die Fertigungstoleranzen (Anfangs- und Endpunkttoleranzen) dabei auf +/- 0,5mm reduziert.
Dadurch wurde die Inline-Fertigung an der Spritzgießmaschine, das Entnahmehandling und Klebekonfektionierung realisiert.
Nummer des Berichtes
R 026
Branche
Automobilhersteller
Gummi, Kunststoff
Anwendung
Handling & be,-entladen
Sonstige Handhabungsoperationen
Lackieren, Oberfläche behandeln
Klebe- und Dichtmittelauftrag
Montieren
Befestigen
Produkt
Roboter
Mittlere Traglast (30-60 kg)
Steuerung
KR C (Robot Controller)
Kunde
Magna


URL:
http://www.kuka-robotics.com/germany/de/solutions/solutions_search/L_R026_Gluing_of_automotive_add_on_components_a_growing_trend.htm
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