Neuen innovativen Verfahren gegenüber aufgeschlossen

Ausgangslage / Aufgabenstellung
Im engen Kontakt mit dem Kunden zeigt sich die Innovationsfreudigkeit des Unternehmens, was sich auch in der hohen Anzahl an Patenten widerspiegelt. Großen Wert wird auf das Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9002 und VDA 6.1/6.4 gelegt. Alle Standorte der Gruppe verfügen über ein autarkes QS-System mit 3D-Messeinrichtungen. „Wir wollen dort, wo wir sind, kleine leistungsfähige Einheiten bilden, die schlank und autark genug sind, um unseren Kunden die nötige Flexibilität anbieten zu können," umschreibt Ulf Sauerwald, Werkleiter in Nauen, die Philosophie des Hauses. Flexibilität und Innovationskraft war auch bei der Automatisation der Herstellung eines Kontergewichtes für Waschmaschinen gefordert. Um Kosten- und Handlingsvorteile zu realisieren, war entschieden worden, das Gewicht im Kunstoff-Compound-Verfahren herzustellen.
Realisation / Lösung
Neuen innovativen Verfahren gegenüber aufgeschlossen
Neuen innovativen Verfahren gegenüber aufgeschlossen
Wirthwein investierte, als einer der ersten Verarbeiter in Deutschland, in einen Spritzgieß-Compounder KM1000-6100 IMC, der bei großen Kunststoffteilen eine Bemischung von Glasfasern und anderen Komponenten ermöglicht. Bei der Herstellung des Kontergewichts - bislang aus Beton - musste durch das Beimischen von Additiven die nötige Kompaktheit des Teils bei einem hohem Gewicht von rund 13 Kilo gewährleistet werden. Die Vorteile der innovativen Technik liegen auf der Hand: die Teile sind gegenüber Beton sauberer, es entstehen keine Staubemissionen, sie sind aufgrund ihrer Materialeigenschaften besser zu befestigen, recyclebar und neigen nicht wie Beton zu Bröseln oder Bruch. Auch andere Anwendungen sind für das Unternehmen denkbar. Die Erhöhung der Wertschöpfung steht dabei im Mittelpunkt der Überlegungen rund um diese Technologie.

Für die Vollautomatisierung des Prozesses wurde der Kraus- Maffei Spritzgieß-Compounder mit einem seitlich stehenden Sechsachs-Roboter kombiniert, der den ca. 13 kg schweren Artikel innerhalb des Zykluses aus der Maschine entnimmt und in einer Kühlwasserstrecke ablegt. Bei dieser Tätigkeit arbeitet der Roboter und Greifer unter erschwerten Bedingungen, da er neben dem hohen Handhabungsgewicht zum Teil Tätigkeiten (im Abkühlbad) auch unter Wasser zu erledigen hat.

Die Maschinennebenzeiten nutzt der Roboter, um ein abgekühltes Kontergewicht der Waschmaschine aufzunehmen und zu palettieren.
Systemkomponenten / Auftragsumfang
Die von der Firma Wittmann implementierte Anlage besteht aus einem Kraus-Maffei Spritzgieß-Compounder KM1000-6100 IMC mit seitlich beigestelltem KUKA KR125 L 90. Die Synchronisation mit der Spritzgießmaschine wird durch eine Steuerung Typ KR C2 gewährleistet, die durch ihre vertraute Windows-Oberfläche ein einfach zu erfassendes Interface bietet. Weitere Bestandteile der Anlage stellten die Bodenkonsole für den Roboter, der Entnahmegreifer, die Kühlwasserstrecke und die Schutzeinhausung dar.
Ergebnis/Erfolg
Die Anlage erfüllte alle Anforderungen und bietet heute eine sehr hohe Verfügbarkeit in einem schwierigen Umfeld. Die Compound-Technik hat sich dabei im Unternehmen Wirthwein hervorragend bewährt. Ulf Sauerwald, Werkleiter in Nauen, sieht hier zuversichtlich eine deutliche Ausweitung der zukünftigen Aktivitäten des Unternehmens durch die Compoundierung in der Spritzgießtechnik.
Nummer des Berichtes
R 021
Branche
Gummi, Kunststoff
Haushaltsgeräte (weiße Ware)
Anwendung
Handling & be,-entladen
Palettieren
Verpacken und Kommissionieren
Sonstige Handhabungsoperationen
Produkt
Roboter
Hohe Traglast (100-240 kg)
Steuerung
KR C (Robot Controller)
Kunde
Wirthwein AG, Deutschland


URL:
http://www.kuka-robotics.com/germany/de/solutions/solutions_search/L_R021_Open_to_innovative_processes.htm
© KUKA Roboter GmbH
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