 |
Ausgangslage / Aufgabenstellung |
 |
 |
Die Herausforderung des Forschungs- und Entwicklungsauftrages eines Automobilherstellers an die FH Rosenheim bestand in der Komplexität und Vielfalt der optisch zu prüfenden Faktoren in der Oberflächenprüfung von lackierten und unlackierten Kunststoffteilen, die vollautomatisiert umgesetzt werden sollte. So war gefordert, das eine Kamera an einem Referenzbauteil Schlieren, Einfallstellen, Kratzer, Glanzunterschiede, Deformationen beim Entformen, Ausprägung der Bindenaht, Brenner, Überspritzungen etc. mit der Qualität einer manuellen optischen Qualitätskontrolle erkennen soll. Zusätzlich war die Fehlerspeicherung, eine statistische Auswertung sowie die Anbindung an ein QS-System / BDE-System gefordert.
Darüber hinaus stellte der Auftraggeber hohe Anforderungen an das System selbst. Bereits im Rahmen des Forschungsauftrages galt es, die Kriterien des Produktionseinsatzes in der Industrieserienfertigung zu erfüllen. Dies erweiterte die Aufgabenstellung um Faktoren wie die Robustheit und Serientauglichkeit bezüglich Hard- und Software, die Fähigkeit des Systems mehrere bzw. unterschiedliche Bauteile zu handeln, Bedienerfreundlichkeit für den Einrichter, geringer Programmieraufwand bei der Umrüstung und die Kompatibilität zu Peripheriegeräten.
Um den optimalen Ausstoß der Maschine zu gewährleisten, musste die Kontrolle des Bauteils komplett in den Nebenzeiten der Spritzgießmaschine realisiert werden.
Als Annäherung an dieses Projekt wurde für die Fakuma 2002 eine artverwandte Applikation abgeleitet, die den Qualitätssicherungsprozess für die Oberflächenkontrolle visualisiert und an einem praktischen Beispiel demonstriert. |  |
|
 |
 |
 |
Realisation / Lösung |
 |
 |
|
|
 |
 |
 |
Systemkomponenten / Auftragsumfang |
 |
 |
| Im Auftragsumfang waren alle Bestandteile der Anlage beinhaltet. Auswahl der Bilderfassungssysteme, Licht, Programmierung der Messverfahren und der Robotersteuerung inklusive Handshake zwischen Maschine, Knickarmroboter und Messsystem. |  |
|
 |
 |
 |
Ergebnis/Erfolg |
 |
 |
Auf der Basis der positiven Resultate der Demonstrationsanlage wurde die Technologie erfolgreich in die Serienfertigung eines Automobilherstellers integriert. Die dort eingesetzte Anlage erfüllt über die Fähigkeiten der Demonstrationsanlage hinaus alle geforderten Qualitätsprüfungsverfahren. Die Forderung der Industrie nach einer umfassenden automatischen optischen Kontrolle von lackierten, wie unlackierten Kunststoffbauteilen zur Minimierung der Fehlerquote wurde praxisgerecht im Rahmen der Hochschularbeit realisiert.
Dieses Beispiel zeigt die Prozessfähigkeit von neuen innovativen Technologien, die zur "0-Fehler Produktion" beitragen. Daneben ist es ein Beleg für die Zweckmäßigkeit der immer engeren Zusammenarbeit zwischen Maschinenherstellern, Automatisierungsfirmen, Endkunden und F&E Institutionen. |  |
|
 |
 |
|
|
 |
|
 |
 |
 |
Nummer des Berichtes |
 |
 |
| R 017 |
 |
 |
 |
Branche |
 |
 |
Automobilhersteller Gummi, Kunststoff Forschung, Ausbildung |
 |
 |
 |
Anwendung |
 |
 |
Handling & be,-entladen Messen, Testen und Prüfen Sonstige Handhabungsoperationen |
 |
 |
 |
Produkt |
 |
 |
Roboter Konsolroboter Steuerung KR C (Robot Controller) |
 |
 |
 |
Kunde |
 |
 |
| Fachhochschule Rosenheim, Deutschland |
 |
 |
|