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Ausgangslage / Aufgabenstellung |
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| Als Styner + Bienz, Spezialist für spanlose Stanz- und Umformtechnik, seine Fertigung um Haltebriden, also Komponenten zur Befestigung von Lenksystemen, ergänzen wollte, suchte er eine möglichst ökonomische Lösung mit einem Roboter. |  |
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Realisation / Lösung |
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 |  | Verpacken von Pressteilen | Der Betreiber entschied sich für einen KUKA Roboter KR 15, der die Pressteile von der Fördertechnik nimmt und auf Europaletten mit Aufsatzrahmen legt. Dabei stößt der Sechsachser über seinen natürlichen Arbeitsbereich hinaus; ein Vorteil, der die Investition in einen größeren Roboter erübrigt. Die wirtschaftliche Konzeption basiert auf einem exzentrisch aufgebauten Greifer, mit dem sich die 800 x 1.200 mm großen Ladehilfsmittel bis an den Rand füllen lassen.
Ein Kettenförderer transportiert die Haltebriden von der Stanzpresse zum Roboter und positioniert dort jeweils zwei Teile, die der KR 15 mit seinem rund 400 mm langen Doppelgreifer abnimmt. Da das auf der Rückseite des Effektors angebrachte Verbindungsstück außerhalb des Greifer-Mittelpunktes liegt, vergrößert sich der Arbeitsbereich des Roboters um 100 mm. 50 mm gewinnt der KR 15 in der Reichweite und 50 mm, da er die Haltebriden nach einer Drehung des Effektors um 180 Grad näher an der Mitte seiner Achse 1 platzieren kann.
Der Roboter legt immer acht Haltebriden parallel zur Längsseite und fünf zur Querseite des Ladungsträgers ab. Die Teile werden mit dem Schenkel nach oben in drei Schichten mit jeweils einer Kartonzwischenlage gestapelt. Der KR 15 ist in der Lage, drei verschiedene, praktisch gleich große Modelle der Haltebriden zu handhaben. Durch das Drehen der Pressteile bilden deren Schenkel ein stabiles, tragendes Gefüge, das ein Verbiegen der Zwischenlagen ausschließt. Wölbt sich dagegen der Aufsatzrahmen nach innen, sodass die Haltebriden der äußeren Reihe beim Ablegen auf den Rand stoßen würden, drückt ihn der Roboter mit Hilfe einer am Greifer angebrachten Metallrolle wieder nach außen; eine Vorgehensweise, die ebenfalls einen drehbaren Effektor voraussetzt. |  |
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Systemkomponenten / Auftragsumfang |
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- KUKA Roboter KR 15
- PC-basierende Robotersteuerung KR C1 einschließlich Control Panel mit Windows-Oberfläche zur komfortablen Programmwahl
- exzentrisch aufgebauter Doppelgreifer
- zuführender Kettenförderer
- abführende Rollenbahn
- Sensoren zur Kontrolle der Endlagen und der Anwesenheit von Paletten
- Schutzeinrichtungen, einschließlich Lichtschranken am Ein- und Ausgang der Rollenbahn
- Übergabestation für Kartonzwischenlagen
- Roboterprogrammierung
- Montage
- Inbetriebnahme
Lieferung durch den KUKA Systempartner Insys Industriesysteme AG, Worblaufen, Schweiz. |  |
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Ergebnis/Erfolg |
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- Prozesssicherheit
Abgesehen von Wirtschaftlichkeit und einer kurzen Zykluszeit war in erster Linie Prozesssicherheit gefragt. Denn bei einem Ausfall wäre der gleichzeitige Einsatz von zwei Werkern erforderlich, um die Ausstoßmenge der vorgeschalteten Presse zu bewältigen.
- Hohe Verfügbarkeit
Die notwendige hohe Verfügbarkeit wird durch die geographische Nähe des Systempartners gesichert.
- Schnelle Amortisation
Styner + Bienz rechnet für die gesamte Roboterzelle mit einer Amortisationszeit von etwa drei Jahren. Die Nutzungsdauer ist jedoch erheblich länger und somit ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor. Dies gilt vor allem vor dem Hintergrund, dass sich die Verwendung des flexiblen KR 15 bei Bedarf auf das Handling weiterer Haltebriden oder sogar auf das ganz anderer Bauteile ausdehnen lässt. |  |
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