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Ausgangslage / Aufgabenstellung |
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| Angesichts kontinuierlicher Zuwachsraten ließ Nestlé Nespresso in Orbe, Schweiz, ein neues Produktionszentrum errichten. Darin werden an sieben Tagen pro Woche jeweils 24 Stunden lang ausschließlich Nespresso-Kapseln hergestellt, und zwar alle Sorten für den globalen Bedarf. Da das Unternehmen seine Fertigungskapazität mit der Eröffnung der Fabrik verfünffachte, war eine effiziente Palettiertechnik gefragt. |  |
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Realisation / Lösung |
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 |  | Palettieren von Schachteln | Das Palettieren der Schachteln mit Nespresso-Kapseln in den Varianten Classic und Professional, mit je 200 bzw. 300 Kapseln Inhalt, haben drei KUKA-Roboter KR 180 PA übernommen. Die aus der Produktion kommenden Schachteln laufen auf Förderern in die Roboterzellen. Dort werden sie in hohen Abnahmepositionen pneumatisch fixiert. Vorher liest ein Scanner die Barcodes der gemischt auf dem Band liegenden Kartons, damit die Steuerung sie sortenrein zum jeweils „richtigen“ Roboter lenkt. Die KR 180 PA greifen vier Schachteln auf einmal und schichten sie, gemäß den vorgegebenen Stapelbildern, auf Europaletten, die auf ebenerdig montierten Rollenbahnen stehen. Durch das Verschieben der Stapelbilder von einer Lage zu nächsten erreicht man eine besondere Stabilität.
Die Stapelbilder unterscheiden sich bei den Varianten Classic und Professional. Classic-Kapseln schichten die Roboter in fünf Lagen mit je 16 Schachteln auf eine Palette, pro Lage zweimal sechs Kartons quer und einmal vier längs. Zuerst setzen die KR 180 PA zweimal vier Schachteln gleichzeitig ab. Danach nehmen sie wieder vier auf, von denen sie in zwei Schritten je zwei auf die Ladungsträger stellen. Dann greifen sie erneut vier Kartons, die sie einzeln palettieren. Von den größeren, mit Professional-Kapseln gefüllten Schachteln legen die Roboter zwölf in eine Lage und sechs Schichten auf eine Palette. Sie beginnen mit zweimal zwei Kartons, es folgen zweimal vier. Die gewünschten Stapelbilder werden erzeugt, indem die KR 180 PA ihre Sauggreifer entsprechend drehen. Da sich die Vakuumkreise in den Effektoren separat ansteuern lassen, können die Roboter die vier Schachteln, die sie jeweils aufnehmen, in beliebiger Zahl abgeben oder halten. Für das Handling der zum Stapeln benötigten Leerpaletten klappen die KR 180 PA je zwei Haken an den Schmalseiten ihrer Greifer aus. |  |
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Systemkomponenten / Auftragsumfang |
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- drei KUKA-Palettierroboter KR 180 PA
- drei PC-basierende KUKA-Robotersteuerungen einschließlich Control Panels mit vertrauter Windows-Oberfläche zum einfachen Bedienen und Entstören
- drei verstellbare Vakuumsauggreifer
- Roboterprogrammierung
- Inbetriebnahme
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Ergebnis/Erfolg |
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- Vorsprung durch den Palettierprofi
Der Palettierprofi KR 180 PA, ein Vier-Achs-Roboter mit passiver fünfter Achse, garantiert durch seine anwendungsspezifische, FEM optimierte Kinematik besonders effiziente Palettierprozesse.
- Sehr lange Reichweite
Den Ausschlag für die KR 180 PA gab vor allem deren sehr lange Reichweite. Die Palettierprofis sind in der Lage, Pakete von der zuführenden, etwa drei Meter über dem Boden installierten Röllchenbahn zu nehmen und sie bodennah abzusetzen. Dadurch entfielen zusätzliche Investitionen in den Röllchenförderer, der wegen des großen Arbeitsraums der KR 180 PA nicht nach unten geleitet werden musste.
- Verfügbarkeit von nahe 100 %
Zu den weiteren Vorteilen der Roboter zählt in erster Linie ihre Verfügbarkeit von nahe 100 %. Um die Verfügbarkeit und damit eine hohe Umschlagleistung abzusichern, hat Nestlé Nespresso mit der KUKA Roboter Schweiz AG einen Service-Plus-Vertrag abgeschlossen. In dem Kontrakt verpflichtet sich KUKA, bei einer Störung innerhalb von 24 Stunden einen Kundendiensttechniker und die notwendigen Ersatzteile in das Produktionszentrum zu schicken. Darüber hinaus garantiert KUKA Roboter, dass die eigene Service-Hotline an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar ist.
- Hohe Kapazitätsreserven
Gegenwärtig lastet Nestlé Nespresso die Roboter nur zu annähernd 75 % aus, wobei zwei der KR 180 PA das Gros der täglich 260 Ladungsträger palettieren. Der dritte Roboter ist im Wesentlichen dafür gedacht, Engpässe beim Handling zu vermeiden, sobald der Betreiber seine Produktionskapazität ausgebaut haben wird. |  |
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