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Spritzgießapplikationen |
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| Ausgangslage / Aufgabenstellung |
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| Als die Mürdter Metall- und Kunststoffverarbeitung GmbH von einem Systemlieferanten der Automobilindustrie den Auftrag erhielt, Türseitenverkleidungen für ein Airbag-System zu fertigen, musste auch eine Automatisierungslösung gefunden werden. Wesentliche Forderungen waren eine lange horizontale und vertikale Reichweite sowie eine hohe Flexibilität. |
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| Realisation / Lösung |
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 | | Spritzgießapplikationen |  |
Die Arbeit haben zwei KUKA Standardroboter KR 30 und drei auf den Maschinen „sitzende“ KUKA Konsolroboter KR 150 L110 K übernommen. In einem effizienten Jobsharing versehen sie die Türseitenverkleidungen mit Gittergewebe, Gewindebuchsen und Labeln und bearbeiten sie in einer Laserschneidanlage. Der am Anfang des Prozesses stehende Konsolroboter nimmt jeweils ein Gittergewebe von einem Drehtisch und setzt es in die bewegliche Werkzeughälfte der Spritzgießmaschine ein. Zum Handling der Gittergewebe nutzt der KR 150 L110 K die mechanische Seite seines Kombigreifers. Mit der pneumatischen Seite holt er im selben Zyklus einen gespritzten Satz Verkleidungen aus der starren Werkzeughälfte. Danach führt er die zwei durch ein Gittergewebe verbundenen Bauteile einer Bildverarbeitungsstation zu, die die Qualität prüft. Während der Roboter das getestete Bauteil noch am Greifer hält, nimmt er mit der anderen Seite des Effektors schon das nächste Gittergewebe auf. Dann legt er die Türseitenverkleidungen in eine Warmeinbettanlage zum induktiven Erwärmen der Gewindebuchsen. Der dort parallel zum KR 150 L110 K arbeitende KR 30 bestückt die Einpresszylinder der Anlage mit den Buchsen, die er vorher mit seinem Zangen-Sauggreifer aus Sortiertöpfen genommen hat. Dabei dreht der Sechsachser den Effektor stufenweise, um in einem Zyklus acht Buchsen einzeln aufnehmen zu können. Anschließend gibt er sie geschlossen an den Einpresszylinder ab. Nach dem Warmeinbetten holt der dritte Roboter, wieder ein KR 150 L110 K, die Seitenverkleidungen mit seinem Vakuumgreifer ab und setzt sie auf den Drehtisch der Laserschneidanlage, in der ein weiterer KR 30 den Airbag-Bereich der Bauteile bearbeitet. Der KR 150 L110 K nimmt gleich einen fertigen Satz mit und hält ihn an einen Labeldrucker, der jedes Teil mit einem Barcode versieht. Dann legt er den Satz auf eine Zwischenablage. Von da holt ihn der KR 30 ab, der auch die Einpresszylinder der Warmeinbettanlage versorgt, und übergibt ihn an ein abführendes Förderband. Der dritte KR 150 L110 K wartet derzeit noch darauf, dass eine zweite Spritzgießmaschine in den Prozess integriert wird. |
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| Systemkomponenten / Auftragsumfang |
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- drei Konsolroboter KR 150 L110 K
- zwei Standardroboter KR 30
- fünf PC-basierende KUKA Robotersteuerungen einschließlich Control Panel mit vertrauter Windows-Oberfläche
- Fördertechnik
- Rundtakttisch
- steuerungstechnische Verkettung der Roboter
- Roboterprogrammierung
- Sensorik
- Labeldrucker
- Projektierung und Montage der Warmeinbettung und der Laserzelle
- Implementierung der entsprechenden Schnittstellen
- Schutzeinrichtungen
- Inbetriebnahme
Lieferung durch den KUKA Systempartner DAT Automatisierungstechnik GmbH, Pappenheim, Deutschland. |
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| Ergebnis/Erfolg |
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- Platz sparend
Die Konsolroboter führen ihre Aufträge Platz sparend von oben aus. Von dort aus können sie Spritzgießmaschinen be- und entladen und Werkstücke zum Nachbearbeiten an andere Stationen weitergeben. Die daraus resultierende stärkere Automatisierung verkürzt die Zykluszeiten, senkt die Personalkosten und steigert die Produktivität. Selbst die großen Konsolroboter sind, aufgrund ihrer Aluminiumkonstruktion, sehr leicht im Verhältnis zur möglichen Last und daher problemlos auf den Maschinen zu montieren.
- Große Reichweite
Vor allem die drei Konsolroboter, die durch ihre Armverlängerungen 3.500 mm weit greifen können, erfüllen die Anforderungen hinsichtlich langer horizontaler und vertikaler Reichweiten.
- Mehr Flexibilität
Sollten einmal Erweiterungen anstehen, sind die KUKA-Roboter im Hinblick darauf flexibler und insofern wirtschaftlicher als alternative Verfahren.
- Neue Robotergeneration
Die KUKA-Roboter entstammen der Serie 2000; einer Robotergeneration, die, verglichen mit ihren Vorgängern, vor allem durch ihre optimierte Kinematik auffällt. Denn daraus ergeben sich höhere Geschwindigkeiten und Tragfähigkeiten sowie ein um 73 Prozent vergrößerter Arbeitsraum. |
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| Nummer des Berichtes |
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| R 228 |
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| Branche |
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Automobilzulieferer Gummi, Kunststoff |
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| Anwendung |
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Handling & be,-entladen Kunststoff- verarbeitungsmaschinen Sonstige Handhabungsoperationen Bearbeiten Sonstiges Bearbeiten Montieren Einlegen, Bestücken |
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| Kunde |
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| Mürdter Metall- und Kunststoffverarbeitungs- GmbH, Deutschland |
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