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Handhaben von Spülmaschinengehäusen

 
Ausgangslage / Aufgabenstellung
 

In der Vorfertigung von Geschirrspülern setzt BSH Bosch und Siemens Hausgeräte zunehmend auf Automatisierung. Daher sollte auch das Auflegen von Bitumen-Geräuschdämmmatten auf Geschirrspülgehäuse automatisiert werden. Die Matten müssen passgenau sitzen, damit BSH die Gehäuse sauber montieren kann und eine höchstmögliche Geräuschdämpfung erreicht.
 
 
Realisation / Lösung
 
Handhaben von Spülmaschinengehäusen
Handhaben von Spülmaschinengehäusen

Die Arbeit haben vier KUKA Roboter KR 125 übernommen, von denen je zwei als Tandem in einer Zelle arbeiten. Vor der Auftragsvergabe standen umfangreiche Tests mit einem Versuchsgreifer, einem Leihroboter und einem Kamera-Lageerkennungssystem. In einer frühen Projektphase unterstützte dann die Simulationssoftware KR SIM Taktzeitanalysen, Kollisionserkennungen und Erreichbarkeitsprüfungen.

Einer der KR 125 hebt jeweils ein Gehäuse aus einem Werkstückträger, positioniert es mit Hilfe von Vakuum in seinem Greifer vor und klemmt es dann so in den Effektor ein, dass er es exakt in der definierten Auflagestellung hält. Der zweite Roboter nimmt mit seinem Vakuumsauggreifer eine Bitumenmatte vom Stapel und platziert sie präzise auf der Rückwand und auf einer der Seiten des Behälters. Weil diese Matten jeweils zwei Behälterseiten dämmen, muss sie der Roboter um 90 Grad biegen. Daher erwärmt er jede Matte an der vorgesehenen Knickstelle. Hierfür steht ein Ausrichttisch mit integrierten Infrarot-Heizelementen bereit. Vorher vermisst ein Bilderkennungssystem die Lage der Matte. Die Messdaten berücksichtigend, platziert der KR 125 das Dämmmaterial hundertprozentig korrekt auf den Behältern, gegebenenfalls indem er vor dem Aufnehmen der Matte seine Greiferposition anpasst. Anschließend setzt der andere Roboter den Behälter wieder auf seinem Werkstückträger ab, auf dem er automatisch durch einen Ofen taktet. Die zwei Roboter in der nachfolgenden Zelle sind für die Dämmung des Daches und der noch freien Gehäuseseite zuständig.

Die PC-basierende Robotersteuerung fragt ab, ob eine Matte und ein Behälter vorhanden sind und sendet ein entsprechendes Signal an das Bilderkennungssystem. Darüber hinaus merkt die Robotersteuerung, falls der KR 125 beim Aufnehmen der Matten zwei auf einmal greift.

 
 
Systemkomponenten / Auftragsumfang
 

  • vier KUKA Roboter KR 125
  • vier PC-basierende KUKA Robotersteuerungen einschließlich Control Panel mit vertrauter Windows-Oberfläche
  • vier verstellbare Vakuumsauggreifer
  • Roboterprogrammierung
  • Inbetriebnahme
 
 
Ergebnis/Erfolg
 

  • Große Flexibilität


    Die KR 125 sind flexibler als lineare Handhabungsgeräte und deshalb für BSH die effizienteste Automatisierungslösung. Die Roboter können verschiedene Arbeitsschritte bewältigen, beispielsweise wenden und positionieren, ohne die Teile zwischenzeitlich abzusetzen. Zudem gestatten sie ein sanfteres Handling.

  • Hohe Wiederholgenauigkeit

    Durch die Umstellung der Station auf Roboter profitiert BSH dauerhaft von einer hohen Wiederholgenauigkeit beim Auflegen und somit von einer gestiegenen Prozesssicherheit und Qualität.

  • Produktivität gesteigert

    Durch reproduzierbare Abläufe, kurze Zykluszeiten und eine Verfügbarkeit von nahe hundert Prozent steigerten die Roboter die Produktivität des Betreibers.

  • Arbeit humanisiert

    Der Einsatz der Roboter führte zu einer spürbaren Humanisierung der Arbeit. Problematisch waren die Nähe des Ofens und die zu handhabenden Lasten, denn in einer Schicht takten etwa 1.000 Behälter durch die Roboterzelle. Da ein Behälter inklusive Matte sieben Kilogramm wiegt, musste der betreffende Werker pro Schicht, ohne Hilfsmittel, Material im Gewicht von sieben Tonnen heben.

  • Lange Reichweite

    Den Robotertyp mit seiner Tragfähigkeit von 125 Kilogramm wählte BSH wegen des Gewichts der Greifer und der zu hebenden Teile und aufgrund seiner Reichweite von 2,5 Meter.

  • Wirtschaftliche Vorteile

    Hinsichtlich der Amortisation rechnet BSH mit einer Zeitspanne von weniger als zwei Jahren. Hervorzuheben wäre noch, dass die wirtschaftlichen Vorteile, die aus der Automatisierung resultieren, zur Standortsicherung beitragen.

  • Umfangreiche Schulung

    Alle Beschäftigten, die Kontakt zu den Robotern haben, wurden im KUKA College geschult. Insofern können sie mühelos mit den Sechsachsern umgehen.
 
 
 
 
 
Nummer des Berichtes
 
R 218
 
Branche
 
Metallprodukte
Haushaltsgeräte (weiße Ware)
 
Anwendung
 
Handling & be,-entladen
Sonstige Handhabungsoperationen
Bearbeiten
Sonstiges Bearbeiten
Montieren
Befestigen
Einlegen, Bestücken
Sonstige Montage, Demontage
 
Produkt
 
Roboter
Hohe Traglast (80-270 kg)
Steuerung
KR C (Robot Controller)
 
Kunde
 
BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, Dillingen, Deutschland
 
Weitere Informationen
 
Video
 

 
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