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Vorbehandeln von Sandkokillen

   
Ausgangslage / Aufgabenstellung
Das Werk Weilbach der Linde Material Handling fertigt im Sandguss-Verfahren 51 so genannte Konstruktionsgegengewichte für Gabelstapler. Dabei gießt man flüssiges Eisen in einen Formkasten. Dieser besteht aus Quarzsand, der mit Harz und Härter vermischt ist, um die notwendige Festigkeit zu erzielen. Für das bisher manuelle Auftragen der Schutzschicht aus Alkoholschlichte, die zwischen dem Sand und dem flüssigen Eisen erforderlich ist, suchte Linde eine wirtschaftlichere Lösung.
Realisation / Lösung
Vorbehandeln von Sandkokillen
Vorbehandeln von Sandkokillen
Die fand das Unternehmen in einem sechsachsigen KUKA Roboter KR 125. Der Knickarmroboter bläst mit einer Düse lose Sandreste aus den Gegengewichtsformen und trägt danach mit einer Flutlanze die Alkoholschlichte auf. Vor der Auftragsvergabe wurde anhand der Raumkoordinaten überprüft, ob der KR 125 auch die äußersten Ecken der Formen erreicht. Als die Untersuchungen dies bestätigten, entschied sich Linde für diesen KUKA Roboter, dessen Reichweite optimal den Anforderungen der Applikation entspricht.

Eine Rollenbahn transportiert den jeweiligen Formkasten zu einer Wendestation. Dort liest die Robotersteuerung den Code des Kastens ein und erfährt auf diese Weise, welche Kastentypen in welcher Reihenfolge in der Roboterzelle zu bearbeiten sind. Sobald die Fördertechnik von der Robotersteuerung ein entsprechendes Signal erhält, taktet der Kasten auf der Rollenbahn vor und stoppt unter einem Manipulator. Der nimmt den Formkasten auf und schwenkt ihn in eine Lage, in der der Roboter den Sand aus der Form blasen kann. Hinterher hebt der Manipulator den Formkasten über das Schlichteauffangbecken. Woraufhin der KR 125 die Flutlanze greift und die Form präzise mit Schlichte benetzt. Im Anschluss daran dreht der Manipulator den Kasten, damit die Restschlichte in das Flutbecken abtropft, und stellt ihn dann wieder auf die Rollenbahn.

Systemkomponenten / Auftragsumfang
  • KUKA Roboter KR 125
  • PC-basierende KUKA Robotersteuerung einschließlich Control Panel mit Windows-Oberfläche
  • Greifersystem und dessen Abstimmung auf die Flutlanze
  • Roboterprogrammierung
  • Engineering für die Programmanwendung
  • Schnittstellen zur Peripherie
  • Schutzzäune
  • Inbetriebnahme
  • Schulung des Bedienungspersonals

Lieferung durch den KUKA Systempartner Boll Handhabungssysteme GmbH, Kleinwallstadt, Deutschland.

Ergebnis/Erfolg
  • Hohe Wirtschaftlichkeit

    Da Linde in jeder Schicht einen Werker einsparen konnte, produziert das Unternehmen die Gegengewichte jetzt wesentlich kostengünstiger. Hinsichtlich der Amortisation rechnet man mit zwei Jahren für die Gesamtanlage, einschließlich der Software. Zudem sind die Mitarbeiter nicht mehr den Dämpfen der Schlichte ausgesetzt.


  • Leichte Bedienbarkeit

    Die leichte Bedienbarkeit über das KUKA Control Panel mit seiner Windows-Oberfläche ist in diesem besonders wichtig, weil für die verschiedenen Formkästen 31 Programme benötigt werden.
Nummer des Berichtes
R 197
Branche
Andere Transportmittel
Gießerei
Metallprodukte
Anwendung
Handling & be,-entladen
Metalldruckgussmaschinen, Gießereianlagen
Sonstige Handhabungsoperationen
Lackieren, Oberfläche behandeln
Sonstiges Beschichten
Produkt
Roboter
Hohe Traglast (100-240 kg)
Steuerung
KR C (Robot Controller)
Kunde
Linde AG, Weilbach,
Deutschland
Weitere Informationen
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