 |
Ausgangslage / Aufgabenstellung |
 |
 |
| Hauser, Erzeuger von weinhaltigen Getränken, Wein und Eistee, stapelte seine Weichpackungen früher mit einem Lagenpalettierer. Als wegen des wachsenden Umschlags eine Neuinvestition anstand, wollten die Verantwortlichen in eine flexiblere Lösung investieren. |  |
|
 |
 |
 |
Realisation / Lösung |
 |
 |
 |  | Handhaben von Getränkeverpackungen | Die Wahl fiel deshalb auf einen KUKA-Roboter, der sich schnell und problemlos auf ein neues Produkt umstellen lässt. Während ein Lagenpalettierer in solch einem Fall zeitaufwändig umgerüstet werden müsste, genügen beim Roboter meist die Wahl des entsprechenden Software-Programms und gegebenenfalls ein Greiferwechsel. Zudem kann ein Roboter schneller an einem anderen Ort aufgestellt werden. Der Anwender entschied sich für einen Long Range-Roboter KR 160 PA, der sich durch eine besonders große Reichweite auszeichnet. Als Palettierer handhabt er Weichpackungen, die Hauser auf Karton-Trays zusammenfasst. Dabei handelt es sich entweder um zwölf 1-Liter-Gebinde mit Wein oder weinhaltigen Getränken oder um acht 1,5-Liter-Packungen mit Eistee.
Zwei Förderer führen die aus der Fertigung kommenden Trays, getrennt nach Gebindegrößen, der Roboterzelle zu. Durch eine Vorrichtung werden die Ladungsträger vorher in eine Position gedreht, in der sie sich korrekt greifen lassen. Von den 1,5-Liter-Packungen stapelt der zwischen den Förderern stehende Roboter, pro Palettenlage, zweimal sechs Trays quer und einmal vier Trays längs aneinander. Hierbei wird das Palettierbild von Lage zu Lage versetzt aufgebaut, damit ein stabiler Verbund entsteht. Standfestigkeit durch wechselnde Palettierbilder erzielt der KR 160 PA auch bei den Trays mit 1-Liter-Gebinden, von denen er mit demselben Gabelgreifer je sechs Stück längs aufnimmt. Die dreht er dann zum Teil im Greifer in Querrichtung, um das gewünschte Lagenbild zu erreichen. Zu diesem Zweck ist der Effektor in drei Bereiche eingeteilt, über die der Roboter je zwei Trays abschieben kann. Für die Stabilität der beladenen Paletten ist außerdem die vom Long Range-Roboter erzielte hohe Wiederholgenauigkeit im Lagenbild wichtig. |  |
|
 |
 |
 |
Systemkomponenten / Auftragsumfang |
 |
 |
- KUKA Long Range-Roboter KR 160 PA
- PC-basierende KUKA-Robotersteuerung einschließlich Control Panel mit Windows-Oberfläche
- in sich beweglicher Gabelgreifer
- zu- und abführende Fördertechnik
- Roboterprogrammierung
- Inbetriebnahme
Konzipiert und installiert wurde die komplette Roboterzelle vom KUKA-Systempartner RST Roboter-System-Technik GmbH, Barbing bei Regensburg. |  |
|
 |
 |
 |
Ergebnis/Erfolg |
 |
 |
- Hohe Flexibilität
Ein wesentliches Merkmal des eingesetzten Roboters ist seine hohe Flexibilität. Er arbeitet nach zwei Seiten und stapelt dabei abwechselnd zwei Größen von Weichpackungen auf Europaletten.
- Stabile Ladeeinheiten
Durch die Funktionsweise des in sich beweglichen Gabelgreifers erreicht der Sechsachser ein variables Stapelbild, das die Stabilität der Ladeeinheit merklich erhöht.
- Geringer Wartungsaufwand
Ein weiterer wichtiger Vorteil des KUKA-Roboters ist dessen geringer Wartungsaufwand, der wesentlich verkürzte Stillstandszeiten garantiert. Zu einer hohen Verfügbarkeit trägt auch bei, dass der Roboter, im Gegensatz zu denen anderer Anbieter, nach Beseitigung einer Not-Aus-Situation in eine definierte Stellung zurückkehrt und somit den Wiederanlauf erleichtert.
- Mehr Wirtschaftlichkeit
Hauser geht, bezogen auf die ganze Roboterzelle, von einer Amortisationszeit von rund drei Jahren aus. Bei einem Lagenpalettierer lägen die Werte zwar ähnlich, allerdings bei spürbar höheren Wartungs- und Betriebskosten. Außerdem würde konventionelle Technik deutlich mehr Fläche zum Vorstauen der Trays benötigen. Die Wirtschaftlichkeit der neuen Konzeption ist auch daran erkennbar, dass der Long Range-Roboter, im Vergleich zum bisher eingesetzten Lagenpalettierer, etwa das doppelte Pensum bewältigt. Aufgrund dieses Vorteils, der sich vor allem auf die Effizienz der Produktion auswirkt, kann Hauser heute vier statt zwei Abfüllmaschinen parallel arbeiten lassen. Bei voller Auslastung palettiert der Roboter 1.850 Trays pro Stunde; jährlich durchlaufen ca. 40 Millionen Weichpackungen die Zelle. Der Roboter bewegt die Last allerdings nur mit 90 % seiner möglichen Geschwindigkeit, den leeren Greifer mit 100 %. Weil die Zykluszeit der Roboterzelle innerhalb des Abfülltaktes liegt und beschleunigte Abläufe die Stabilität der Verpackungen beeinträchtigten, ist kein schnelleres Handling mit Ware gefragt.
- Große Stapelhöhen
Die Höhe der Ladeeinheiten legt der Anwender kundenspezifisch fest. Da der KR 160 PA mit seiner Reichweite von 3,8 m pro Richtung deutlich über die für diese Applikation geforderten 2,5 m hinausgeht, sind auch größere Stapelhöhen realisierbar.
- Automatische Sicherheit
An Sicherheit wurde ebenso gedacht; falls der Greifer an ein Hindernis stoßen sollte, schaltet das System automatisch ab. |  |
|
 |
 |
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Nummer des Berichtes |
 |
 |
| R 150 |
 |
 |
 |
Branche |
 |
 |
| Nahrungs- und Genussmittel |
 |
 |
 |
Anwendung |
 |
 |
Handling & be,-entladen Palettieren Verpacken und Kommissionieren Sonstige Handhabungsoperationen |
 |
 |
 |
Produkt |
 |
 |
Roboter Palettierer Steuerung KR C (Robot Controller) |
 |
 |
 |
Kunde |
 |
 |
| Hauser GmbH, Fischach, Deutschland |
 |
 |
  | Weitere Informationen |
 |
| Video |
 |
|