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Ausgangslage / Aufgabenstellung |
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| Das Werk Mouzon von Sommer Allibert produziert Automobilteppiche. Dabei werden Trennmittel in Werkzeugformen gesprüht. Dadurch lässt sich der darin hergestellte Isolierschaum, der die Dämmschicht zwischen Teppich und Bodenblech bildet, leicht und unversehrt herausnehmen. Der früher übliche manuelle Auftrag der Trennmittel mit langen, schweren Spritzpistolen war sehr anstrengend. Da ungünstige Lichtverhältnisse und Atemschutzmasken die Arbeit noch erschwerten, hatten die Bediener Mühe, die vorgegebene Zykluszeit durchgängig einzuhalten. Deshalb suchte man eine automatische Lösung mit Robotern, von denen Beweglichkeit, große Reichweiten und ein hohes Beschleunigungsvermögen gefordert wurden. Hinzu kam der Wunsch nach Flexibilität in Bezug auf schnelle Programmwechsel, um die Produktion ohne zusätzlichen Zeitaufwand umstellen zu können. |  |
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Realisation / Lösung |
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 |  | Spritzen von Trennmittel | Sommer Allibert entschied sich für vier sechsachsige Knickarmroboter, da fest eingebaute Düsen oder Roboter mit weniger Achsen nicht alle erforderlichen Werkzeugbereiche anfahren können. Um dies sicherzustellen, mussten drei der Roboter zudem hängend angebracht werden. Der Betreiber setzt die Roboter in zwei Bereichen ein. In einer Fertigungsinsel für komplette Teppiche spritzt ein hängend angebrachter KUKA-Roboter KR 15 beide Hälften der betreffenden Form. Da hier die Taktzeit einzelner Stufen länger ist als die des Roboters, schöpft dieser seine Kapazität nicht voll aus.
Hinsichtlich der zweiten Anwendung, für die zwei KR 30L15 an einer Lineareinheit hängend und ein dritter auf dem Boden stehend installiert wurden, sind die Taktzeiten der Roboter und der Linie identisch. Um dies zu ereichen, müssen die Roboter mit hohen Beschleunigungswerten arbeiten. Die hängend montierten KR 30L15 sind jeweils für zwei Werkzeuge zuständig. Sie spritzen aber nur deren obere Hälften, während die unteren manuell mit Hilfe kurzer, leichter Pistolen besprüht werden. Das ist in dem Fall wirtschaftlicher als zusätzliche Roboter, denn Bediener sind hier ohnehin unentbehrlich. Sie müssen die Teile aus den Formen nehmen und prüfen, ob die Werkzeuge sauber sind. In dieser Fertigungsinsel, die keine vollständigen Teppiche, sondern ausschließlich Isolierschaum erzeugt, wechselt Sommer Allibert oft die Formwerkzeuge aus. Die Formen wurden codiert, damit die Roboter erkennen, welche Bahnbewegungen auszuführen sind. |  |
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Systemkomponenten / Auftragsumfang |
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- zwei hängend installierte KUKA-Roboter KR 30L15
- ein auf dem Boden stehender KUKA-Roboter KR 30L15
- ein hängend montierter KUKA-Roboter KR 15
- vier PC-basierende KUKA-Robotersteuerungen KR C1 einschließlich Control Panels mit Windows-Oberfläche
- Handhabungseinrichtung, die über die Robotersteuerung bewegt wird
- Kunststoffabdeckungen, die die Roboter vor Verschmutzung schützen
- Roboterprogrammierung
- Inbetriebnahme
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Ergebnis/Erfolg |
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- Hohe Flexibilität
Sommer Allibert ist in der Lage, die Roboter über die vertraute Windows-Oberfläche des Control Panels schnell und einfach selbst zu programmieren. Danach lassen sich die Programme rasch und komfortabel anwählen. Durch die daraus resultierende hohe Flexibilität spart der Betreiber Zeit bei seinen häufigen Werkzeugwechseln.
- Große Beweglichkeit
Die Roboter sind sehr beweglich, weil sie, im Gegensatz zu Parallelogramm-Robotern, über Kopf arbeiten können.
- Beachtlicher Aktionsradius
Die eingesetzten Robotertypen KR 15 und KR 30L15 verfügen beide über die gleiche Tragkraft. Zudem sind die KR 30L15 mit den längeren Armen und den Händen ausgestattet, die eigentlich für den KR 15 konzipiert wurden. Dadurch verringert sich ihre Tragkraft auf allerdings völlig ausreichende 15 kg, andererseits erweitern sie als KR 30L15 deutlich ihren Aktionsradius. Ohne diesen Vorteil wäre die Applikation nur mit höherem Aufwand an Raum und Kosten realisierbar gewesen.
- Schnelle Amortisation
Für die Roboter und ihre Steuerungen wurde eine Amortisationszeit von zwei Jahren verbindlich festgeschrieben. |  |
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