KUKA Roboter GmbH - Industrieroboter
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Schneiden mit Wasserstrahl

   
Ausgangslage / Aufgabenstellung
Autoteppiche werden mit Öffnungen versehen, die den späteren Einbau in die Fahrzeuge erleichtern und Nacharbeiten erübrigen. Früher setzte Trevest dafür Schneide- und Stanzvorrichtungen ein, denen es jedoch an Flexibilität mangelte. Daher war das Werkzeug bei Umstellungen zeit- und kostenintensiv zu ändern oder auszutauschen. Als Alternative zum Stanzen kam ausschließlich Wasserstrahlschneiden mit Robotern in Frage. Menschliche Bediener scheiden für dieses Verfahren aus. Gründe dafür sind Rückschlagkräfte, die durch den Druck von 3.000 Bar entstehen, und eine Lärmbelastung von 170 Dezibel. Von den Robotern wurden ein hohes Beschleunigungsvermögen und eine große Flexibilität im Hinblick auf kurzfristige Änderungen im Schnittbild der Teppiche verlangt.
Realisation / Lösung
Trevest entschied sich für eine Roboterzelle mit vier KUKA-Robotern KR 15, die die Leistung von zwei Pressen erreichen. In der nach außen hin gegen Schall isolierten Zelle schneiden die KR 15 mit Wasserstrahldüsen Öffnungen in Autoteppiche. Die Leistung der rund um die Uhr produzierenden Roboter liegt bei insgesamt 1.500 Teppichen pro Tag. Alle KR 15 schneiden mit konstantem Wasserdruck und Strahldurchmesser Material mit gleich bleibender Beschaffenheit und Stärke.

Die Teppiche kommen auf einer Umschwenkvorrichtung in die Zelle, die mit drei Werkzeugen ausgestattet ist. Aus der Codierung der Werkzeuge lesen die Roboter das passende Schnittbild heraus. Die vier Roboter arbeiten parallel, und zwar immer je zwei an einem Teppich. Sobald sie fertig sind, taktet das Werkzeug weiter und der Teppich verlässt die Zelle bzw. wird vom nächsten Roboterpaar übernommen. Ein Drittel der Vorrichtung befindet sich stets außerhalb des Sicherheitsbereiches, wo die Teppiche und gegebenenfalls das Werkzeug manuell gewechselt werden. Um die höchste Leistung zu erzielen, arbeitet Trevest jedoch vor allem mit drei gleichen Formen. Aufgrund der Flexibilität der Anlage besteht aber die Option, in dieser Zelle ein Testwerkzeug mitlaufen zu lassen. Die Versuchsform lässt sich dann einfach über das KUKA Control Panel in die Steuerung einprogrammieren und daher mit geringem Aufwand in die Abläufe integrieren.

Neben dieser 1998 errichteten Roboterzelle gibt es eine kleinere, ein Jahr ältere mit zwei KR 15. Deren Umschwenkvorrichtung ist mit zwei Formen ausgerüstet. Während die beiden KR 15 einen Teppich schneiden, wird das zweite Werkzeug vor der Zelle be- und entladen. Außerdem nutzt Trevest seit 1995 das Vorgängermodell des KR 15, den IR 364/15, zum Testen neuer Applikationen.

Systemkomponenten / Auftragsumfang
  • sechs KUKA-Roboter KR 15
  • vier KUKA-Roboter IR 364/15
  • sechs PC-basierende KUKA-Robotersteuerungen einschließlich Control Panel mit Windows-Oberfläche
  • vier herkömmliche Robotersteuerungen
  • Roboterprogrammierung
  • Inbetriebnahme
Ergebnis/Erfolg
  • Große Flexibilität

    Hauptnutzen des Robotereinsatzes ist für Trevest die Flexibilität. Neue Lochformen und -größen beherrscht das Unternehmen innerhalb von knapp 24 Stunden; binnen einer Woche erreicht es eine hohe Wiederholgenauigkeit. Folglich kann Trevest schnell auf zusätzliche Modellvarianten oder notwendige Anpassungen reagieren. Besondere Relevanz bekommt diese Flexibilität vor dem Hintergrund, dass der Wechsel von Ausschnittsformen in der Regel in die ohnehin mit Zeitdruck verbundene Anlaufphase eines Produktes fällt.


  • Hohe Verfügbarkeit

    Die hohe Verfügbarkeit der Roboter, gewährleistet durch einen effizienten After-Sales-Service, ist für Trevest eine wesentliche Grundlage im Hinblick auf die Just-in-Time-Belieferung der Automobilindustrie.


  • Optimale Raumnutzung

    Sowohl die größere Beweglichkeit der KUKA-Roboter, die auf Achse 1 in jeder Richtung 5° über die üblichen 360° hinaus drehen können, als auch die Platz sparend an den Robotern angebrachten Medienzuführungen stehen für eine optimale Raumnutzung.


  • Beachtliches Beschleunigungsvermögen

    Das beachtliche Beschleunigungsvermögen der KUKA-Roboter ist eine unabdingbare Voraussetzung, um auf kurzen Wegen die Geschwindigkeit zu erreichen, die im Hinblick auf die vorgegebene Taktzeit erforderlich ist.


  • Präzises Handling

    Durch ihr präzises Handling garantieren die Roboter die verlangte hohe Wiederholgenauigkeit.


  • Resistent gegen Umwelteinflüsse

    Sämtliche Achsen der Roboter sind gegen Spritzwasser abgedichtet, damit die Nässe nicht ihre Verfügbarkeit beeinträchtigt.

Nummer des Berichtes
R 010
Branche
Automobilzulieferer
Anwendung
Bearbeiten
Wasserstrahlschneiden
Produkt
Roboter
Niedrige Traglast (6-16 kg)
Steuerung
KR C (Robot Controller)
Kunde
Trevest S.A., Etupes, Frankreich

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