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Ausgangslage / Aufgabenstellung |
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| Bandsicherungen, die Leergut beim Rücktransport zum abfüllenden Betrieb zusammenhalten, müssen vor dem Reinigen und erneuten Füllen der Flaschen wieder gelöst und entfernt werden. In der Getränkeindustrie besteht daher Bedarf an Entsicherungsautomaten. Die wurden bisher aber oft ausgeschaltet, weil sonst laufend Bandsicherungsmaterial in sensible Bereiche der Fördertechnik und in die nachfolgenden Anlagen gelangt wäre und diese beschädigt hätte. |  |
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Realisation / Lösung |
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 |  | Entfernen von Bandsicherungen | RST erkannte die Marktnische und konzipierte eine Roboterzelle zum Entsichern von Leergut. Darin wird ein KUKA-Roboter KR 15 hängend und somit Platz sparend über einer Rollenbahn montiert. Stoppt darunter ein Ladungsträger, ist dies das Startsignal für den Roboter. Mit Hilfe einer integrierten Kamera sucht der KR 15 die beladene Palette, vermisst sie hinsichtlich der Höhe und der Kanten und findet prompt und zuverlässig die Bandsicherung.
Nachdem er das Umreifungsmaterial identifiziert hat, schiebt der KR 15 sein Werkzeug zwischen zwei der Getränkekästen und durchtrennt die Bandsicherung auf einer Seite des Stapels. Dabei ist es egal, ob es sich um Schnüre, Kunststoffbänder, Stahlbänder oder Klebestreifen handelt. Das Messer ist mit gehärteten Schneiden versehen, damit es Stahlbänder bis zu einer Stärke von 3 mm bewältigt. Das Leergut wird bei dem Vorgang weder mechanisch belastet noch ist eine Zentrierung notwendig.
Auf der anderen Seite des Leergutstapels hält eine Vorrichtung die Schnur mit sanftem, über Schaumstoff abgefederten Druck an den Kästen fest, bis der Roboter das Material greift und es, nach abermaligem Zerschneiden, in einen Behlter entsorgt. Festhängende Schnüre und Bänder kürzt der Roboter so weit wie möglich. So vermeidet er, dass sich in den anschließenden Arbeitsschritten längeres Material um Anlagenteile wickelt. Mit Klebebändern zusammengehaltene Leergutstapel trennt der Roboter, indem er das Band einfach zwischen den einzelnen Kästen aufschneidet. Die Roboterzelle kommt ohne das oft problematische Absaugen der Schnüre mit Vakuum aus. Ferner erübrigt sich der Umrüstaufwand bei abweichenden Getränkekästen und Paletten. |  |
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Systemkomponenten / Auftragsumfang |
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- KUKA-Roboter KR 15
- PC-basierende KUKA-Robotersteuerung einschließlich Control Panel mit vertrauter Windows-Oberfläche
- Programme für die verschiedensten Getränkekästen und Bandsicherungen, durch die der Roboter das zu entfernende Material selbständig erkennen kann.
- Roboterprogrammierung
- Inbetriebnahme
Entwicklung durch den KUKA-Systempartner RST Roboter-System-Technik GmbH aus Barbing bei Regensburg. |  |
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Ergebnis/Erfolg |
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- Hohe Wirtschaftlichkeit
Der Anwendernutzen liegt in der hohen Wirtschaftlichkeit der Konzeption, die ein großes Rationalisierungspotential freilegt und einen wirksamen Schutz der Produktionsanlagen vor Bandresten garantiert. Daher amortisiert sich die Roboterzelle, im Zwei-Schicht-Betrieb, in etwa eineinhalb Jahren.
- Kurze Zykluszeit
Das hohe Beschleunigungsvermögen des KR 15 garantiert, dass alle erforderlichen Bahnpunkte zügig angefahren werden. Von den 30 s, die als Zykluszeit zur Verfügung stehen, entfallen 10 s auf das Ein- und Ausfahren der Palette. Da der Roboter die restlichen 20 s nicht voll ausnutzt, verbleiben Kapazitätsreserven für ungewöhnliche Bandsicherungen. Die könnten zwar unter Umständen einen Palettenstau auslösen, den gleicht die Fördertechnik jedoch über eine Pufferstrecke aus.
- Beachtliche Flexibilität
Der Greifer des KR 15 verbindet zum einen so unterschiedliche Funktionen wie Erkennen und Schneiden, zum anderen hält er ausreichend Platz zur Installation zusätzlicher Werkzeuge oder optischer Systeme bereit. Der daraus für den Betreiber resultierende Vorteil liegt auf der Hand: Eine derartige Roboterzelle lässt sich jederzeit flexibel veränderten Bedingungen bzw. Arbeitsabläufen anpassen. Insofern hat jeder Betreiber die Gewähr, zukunftsorientiert zu investieren.
- Hohe Verfügbarkeit
Der Roboter erreicht eine Verfügbarkeit von nahezu 100 %. Da sich die Zelle leicht gegen Fremdlichteinflüsse abschirmen lässt, ist die Verfügbarkeit der Kameratechnik ähnlich hoch. |  |
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