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Ausgangslage / Aufgabenstellung |
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| Die LUZI AG stellt kundenspezifisch kreierte Duftkompositionen her. Während der Betreiber die Rezepturen schon früher über einen PC auswählte und sie automatisch mischen ließ, be- und entlud er die Dosieranlage noch manuell. Bei steigenden Absatzzahlen wurde das manuelle Handling immer unwirtschaftlicher, zumal es zu langsam war und zusätzliches Personal für Überstunden bereitgehalten werden musste. Eine Automatisierung war daher unabdingbar. |  |
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Realisation / Lösung |
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 |  | Handhaben von Duftstoffbehältern | Als Lösung ließ LUZI eine Roboterzelle mit einem KUKA Roboter KR 125 und einer integrierten automatischen Abfüllanlage installieren. Für das Handling in der engen Anlage kam nur ein Sechsachser in Betracht. Der muss, um sämtliche Stationen in der Zelle erreichen zu können, sowohl seine Beweglichkeit als auch seine lange Reichweite voll ausspielen.
LUZI mischt die Duftstoffe in zwei Behältergrößen für Füllgewichte von maximal 20 oder 50 kg. Mitarbeiter setzen die leeren Kübel auf eine zuführende Rollenbahn. Sobald die Dosieranlage frei ist, nimmt der KR 125 einen Kübel von der Fördertechnik und hält ihn unter eine Deckeleinlesestation. Die Station hebt den Deckel ab, nachdem die SPS der Abfüllanlage die Behälternummer aus dem darauf angebrachten Chip ausgelesen hat. Dann stellt der Roboter den Kübel auf den Verfahrwagen der Abfüllanlage. Ist es der kleinere Behälter, passt ihn der KR 125 durch einen Adapter an. Da die beiden Behältergrößen mit 40 und 34 cm auch unterschiedliche Durchmesser aufweisen, fügt der KR 125 bei Bedarf einen Einsatz für die kleineren Behälter in seinen Greifer ein. Sobald sich ein leerer Kübel auf dem Wagen befindet, positioniert dieser unter verschiedenen Ventilen der automatischen Abfüllanlage. Die richtige Mischung ist zusammen mit der Behälternummer in der SPS hinterlegt. Mit einer in den Wagen eingebauten Wägevorrichtung prüft der Rechner die Füllmengen. Dann greift der KR 125 erneut den Kübel und hebt ihn wieder unter die Deckeleinlesestation, die ihn verschließt. Zuletzt stellt der KR 125 den Behälter auf eine der abführenden Rollenbahnen. Überschreitet das Gewicht der Mischung 50 kg, leert der Roboter den Kübel stattdessen in einen von drei Tanks. Abschließend folgt die Handdosierung; sie ist unerlässlich, weil beispielsweise kristalline Produkte, Pulver oder zu erwärmende Rohstoffe hinzuzufügen sind. |  |
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Systemkomponenten / Auftragsumfang |
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- KUKA Roboter KR 125
- PC-basierende Robotersteuerung KR C1 einschließlich Control Panel mit Windows-Oberfläche
- Greifer, der speziell für diese Applikation entwickelt wurde
- zu- und abführende Fördertechnik
- verschiedene vom Roboter anzufahrende Stationen
- Schutzeinrichtungen
- Roboterprogrammierung
- Montage
- Inbetriebnahme
Lieferant der Roboterzelle war der KUKA Systempartner IMT Anlagen AG aus Therwil in der Schweiz. |  |
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Ergebnis/Erfolg |
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- Große Reichweite in extremer Enge
Der KR 125 wickelt sein Aufgabenspektrum in einem nur etwa 20 m2 großen Areal ab, in dem sich außerdem die drei Tanks mit Durchmessern von 55 bis 96 cm, die Robotersteuerung sowie die Wechsel-, Deckel- und Adapterstationen befinden. Wegen der extremen Enge bewegt der Roboter die Behälter häufig nah am eigenen „Körper“. Zugleich wird von ihm eine Reichweite von 2,5 m inklusive Greifer verlangt, damit er die Kübel auch auf der oberen äußeren Rollenbahn absetzen kann.
- Höhere Leistung
Mit Unterstützung des Roboters hat LUZI die Leistung von maximal 32 auf 70 bis 80 Mischungen pro Tag gesteigert und gleichzeitig eine wesentlich stabilere Qualität auf hohem Niveau erreicht.
- Hohe Verfügbarkeit
Der Roboter arbeitet mit einer Verfügbarkeit von nahe 100 %. Dadurch steht er problemlos an sieben Tage pro Woche seinen Drei-Schicht-Betrieb durch.
- Humanere Arbeit
Da die bis zu 50 kg wiegenden Kübel nicht mehr manuell ausgegossen oder auf die Rollenbahn gehoben werden müssen, leistet der KR 125 auch einen Beitrag für eine humanere Arbeitswelt.
- Automatische Nachtarbeit
Der Anlagenbediener vergibt über seinen PC Aufträge für bis zu 52 Mischungen pro Nacht. Die Kapazität wird allein durch die Aufnahmefähigkeit der Rollenbahnen begrenzt.
- Roboter schaffen Arbeitsplätze
Weil der KR 125 rund um die Uhr im Einsatz ist, stieg der Umfang des nach wie vor zu jeder Mischung gehörenden manuellen Parts. Damit sich dieser Mehraufwand bewältigen lässt, wurden zwei Mitarbeiter eingestellt |  |
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