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Ein KUKA Roboter schuf im Herzen New Yorks urbane Kunst |
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 |  | | Quelle: Gramazio & Kohler |  | New York/Augsburg - Seit Jahren setzt die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich einen KUKA Roboter als digital gesteuerten Baumeister ein. Das neueste Projekt der Schweizer Architekturprofessoren Fabio Gramazio und Matthias Kohler wurde kürzlich auf einer Verkehrsinsel mitten in New York gezeigt: Ein KR 150 hat die traditionellen New Yorker Backsteine, die so genannten Brownstones, zu Wänden mit einer sehr ungewöhnlichen Oberflächengestalt zusammengestellt. Diese Installation namens „Pike Loop“ war bis Mitte Januar in der Pike Street mitten in Manhattan zu bewundern. |
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 | Mobile Kreativität wird weltweit einsetzbar |  |  |
| | Die Mobilität des Roboters wird von einem transportablen Fabrikationscontainer namens R-O-B ermöglicht, der den stählernen Maurermeister an jedem beliebigen Ort der Welt produzieren lassen kann. Der KUKA Roboter war Ende September auf dem Seeweg von Zürich nach New York transportiert und dort auf einen Tieflader umgeladen worden. Dieser diente sowohl zum Transport des Containers als auch als mobile Bauplattform für den Roboter vor Ort. Am Zielort angekommen, genügte das Öffnen des Containers und der KR 150 konnte mit seiner künstlerischen Tätigkeit beginnen. Der Tieflader bewegte den 4,5 m breiten Arbeitsbereich von R-O-B entlang des Bauplatzes und ermöglichte so einen kontinuierlichen Aufbau von „Pike Loop“. Über 7.000 Backsteine wurden auf der Pike Street in China Town nach komplexen Berechnungen zu einer 22m langen Wand aufgeschichtet. Die gewaltige Masse der Ziegel – von schnell trocknendem Lehm zusammengehalten – befand sich in einem sensiblen Gleichgewichtszustand. Weil kein Stein deckungsgleich auf dem anderen lag, hatte die Mauer eine ungewöhnlich plastische Wirkung. Sie hob sich stückweise vom Boden ab und kreuzte sich in mehreren Punkten selbst. Von Mitte November bis Mitte Januar prägte „Pike Loop“ das Stadtbild von China Town. |  |
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 | Moderne Architektur made by Gramazio & Kohler und KUKA |  |  |
| Die beiden Schweizer Architekturprofessoren Fabio Gramazio und Matthias Kohler vereinen an ihrem Lehrstuhl an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich Architektur und digitale Fabrikation. Seit 2006 arbeiten sie mit KUKA zusammen. Schon viele Aufsehen erregende Projekte wurden bereits mit dem Roboter umgesetzt. Eine vom KR 150 gebaute Wand war zum Beispiel im Jahr 2008 auf der internationalen Architekturbiennale in Venedig ausgestellt worden. Weil der Roboter im Gegensatz zum Menschen die Fähigkeit hat, jeden Stein ohne Einmessung unterschiedlich zu positionieren, ergeben sich für die Baukunst ganz neue Aspekte: Durch die individuelle Ausrichtung eines jeden Backsteins kann zum Beispiel die Licht- und Luftdurchlässigkeit und die Struktur einer Wand ganz neu definiert werden. „Wir gestalten Architektur nicht alleine durch Zeichnung, sondern formen ihre räumlichen Beziehungen mittels Programmierung. Dabei nutzen wir die Potentiale der digitalen Fabrikation, die der KUKA Roboter uns liefert“, erläutert Matthias Kohler seine Arbeit. So entstehen aus der Kombination von altbekannten Baumaterialien mit zeitgenössischen Konstruktionstechniken ganz neue Materialitäten. |  |
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