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Roboter an Druckgussmaschine für KFZ-Aluteile

 
Ausgangslage / Aufgabenstellung
 

Um die Prozesse beim Herstellen von Druckguss qualitativ und ökonomisch zu optimieren, wollte die Druckguss Hoym GmbH eine Gießzelle automatisieren. Schnell wurde klar, dass sich das komplexe Handling und das lückenlose Besprühen aller Zonen der speziellen Gussformen ausschließlich mit sechsachsigen Knickarmrobotern realisieren lassen. Würde man beim Sprühen des Trennmittels nicht die erforderliche Wiederholgenauigkeit erreichen, blieben Partien des Gussteils in der Form hängen.
 
 
Realisation / Lösung
 
Roboter an Druckgussmaschine für KFZ-Aluteile
Roboter an Druckgussmaschine für KFZ-Aluteile

Druckguss Hoym entschied sich für einen KUKA Standardroboter KR 30 und einen KUKA Konsolroboter KR 60 K.

Der KR 30 nimmt den Rohling, nach Ablauf der Erstarrungszeit, mit seiner als Dreizack ausgebildeten Zange aus der heißen Gussform der Maschine. Da er die Teile immer am Anguss greift, kann er verschiedenste Produkte handhaben. Anschließend positioniert der Roboter das Gussstück vor Sensoren, mit deren Hilfe die Steuerung kontrolliert, ob es vollständig beziehungsweise überhaupt vorhanden ist. Dann taucht der Roboter den 300 bis 350°C heißen Guss, so weit er einwandfrei ist, in ein rund 30°C warmes Abschreckbad. Ausschuss schleust er dagegen über eine Rutsche in einen Behälter aus. Hat der KR 30 das fehlerfreie Teil wieder aus dem Bad gehoben, legt er es in eine Abgratpresse.

Sobald der KR 30 an der Entnahmekontrolle signalisiert bekommt, dass das Teil in Ordnung ist, sprüht der KR 60 K die Form der Druckgussmaschine unter hohem Luftdruck mit wasserlöslichem Trennmittel ein, damit sich auch das folgende Gussstück leicht entnehmen lässt. Weil der Platz sparend auf der Maschine montierte Konsolroboter sehr gezielt arbeitet, profitiert der Betreiber auch von einem verringerten Trennmittelverbrauch.

 
 
Systemkomponenten / Auftragsumfang
 

  • KUKA Roboter KR 30
  • KUKA Roboter KR 60 K
  • Greifer in Form einer als Dreizack ausgebildeten Zange
  • Sprühdüse
  • PC-basierende KUKA Robotersteuerung einschließlich Control Panel mit Windows-Oberfläche
  • Roboterprogrammierung
  • Inbetriebnahme
 
 
Ergebnis/Erfolg
 

  • Wirtschaftlichkeit

    Die Wirtschaftlichkeit der Lösung beruht vor allem auf dem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis der Sechsachser und darauf, dass das Unternehmen zum Bedienen von zwei Maschinen jetzt nur noch einen Mitarbeiter benötigt.


  • Humanisierung des Arbeitsplatzes

    Da das Handling in einer heißen, mit wasserlöslichem Trennmittel erfüllten Umgebung zu verrichten ist, die obendrein mit wegfliegendem Flittergrat verwirbelt wird, bringt die Umstellung eine Humanisierung des Arbeitsplatzes mit sich.


  • Schnelle Produktwechsel

    Bei einem Produktwechsel genügt es im Hinblick auf die Roboter, das entsprechende Programm über das KUKA Control Panel in der PC-basierenden Robotersteuerung aufzurufen. Dabei bietet die Windows-Oberfläche des Control Panels eine komfortable Mensch-Maschine-Schnittstelle, die den Vorgang wesentlich vereinfacht.
 
 
 
 
 
Nummer des Berichtes
 
R 179
 
Branche
 
Automobilzulieferer
Gießerei
Metallprodukte
 
Anwendung
 
Handling & be,-entladen
Metalldruckgussmaschinen, Gießereianlagen
Sonstige Handhabungsoperationen
Bearbeiten
Mechanisches Bearbeiten
Sonstiges Bearbeiten
 
Produkt
 
Roboter
Mittlere Traglast (30-60 kg)
Foundry Roboter
Konsolroboter
Steuerung
KR C (Robot Controller)
 
Kunde
 
Druckguss Hoym GmbH, Deutschland
 

 
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